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Kleinwasserkraftwerk auf der Leutkircher Hütte liefert wieder Strom

Zur Energieversorgung auf der Leutkircher Hütte gehört auch ein Kleinwasserkraftwerk. Dieses liefert wichtigen Strom, wenn die Photovoltaikanlage und die Solarthermie wegen fehlendem Sonnenschein ausfällt.

Zur Hütteneröffnung am 12. Juni konnte das Wasserkraftwerk durchgehend Strom liefern. Zwei Wochen später gab es erste Störungen, der Generator lieferte zeitweise keinen Strom, obwohl genügend Wasser in den Hauptspeicher floss. Beim Versuch, den Hauptspeicher zu fluten, stellte sich heraus, dass die Spindel zum Öffnen des Schiebers defekt war. Und der Zugang zum Hauptspeicher war bis zu einem halben Meter hoch von Murenablagerungen bedeckt.

Peter Weiss von der Sektion hat am 6. Juli dann begonnen, das Geröll auf dem Hauptspeicher mit einer Schaufel weg zu schaffen. Aber es lag zuviel Geröll für eine Person auf dem Hauptspeicher.

Am gleichen Tag waren glücklicherweise die Wegepaten Wendelin Schnell, Toni Rupp und Herbert Wagegg im Stapfetobel zu Werke. Sie waren sofort bereit, gleich am nächsten Morgen in aller Frühe zusammen das Geröll vom Hauptspeicher weg zu räumen, um Zugang zum Wasserspeicher und zum Schieber zu schaffen, um die Spindel zu reparieren. Der neue Hüttenwirt Tom Schnabl übernahm nun die Regie. Ein notwendiges Ersatzteil wurde von einem Maschinenbauer in Zams angepasst und Tom konnte erfolgreich die Spindel reparieren. Der Schieber konnte geöffnet werden und der leere Speicher war zugänglich.

Jetzt zeigte sich, dass im Hauptspeicher ca. 8 m³ Sediment Ablagerungen vorhanden waren, die die Druckleitung zum Generatorenhaus verstopften. Wegewart Stefan Wagegg konnte innerhalb weniger Stunden drei Helfer organisieren, die bereit waren, am nächsten Tag zur Hütte aufzusteigen und das Sediment aus dem Hauptspeicher zu schaufeln: Dieter Maischberger, Reiner Kehrle und Ralf Sonntag.

Vergangenen Samstag wurden dann gemeinsam mit Hüttenwirt Tom Schnabl und Michael in mühevoller Arbeit ca. 10 m³ Sand durch den geöffneten Abfluss geschaufelt. Die Worte „Straflager“ und „Sklavenarbeit“ waren sehr häufig zu hören.

Als der Hauptspeicher freigeräumt und mit Wasser gefüllt war und das Wasserkraftwerk wieder Strom erzeugte, waren alle Beteiligten mehr als zufrieden. „Gelungene Aktion“, „Super-Einsatz“ waren nun die Worte, die zu hören waren. Am Folgetag wurde der Hauptspeicher zur Sicherheit noch einmal ausgespült, um restliches Sediment zu entfernen.

An dieser Stelle nochmals einen großen Dank an unsere Wegepaten und Helfer, die sich spontan dazu bereit erklärten, bei diesem Noteinsatz mitzuhelfen. Und ein großes Dankeschön an unseren neuen Hüttenwirt Tom, der tatkräftig mithalf, das Wasserkraftwerk wiederherzustellen.

 

Text und Bilder: Stefan Wagegg