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Fabian Stökler und Ronny Trautmann in Peru:

Zwei junge Bergsteiger erleben großartige Bergwelt in den Anden

Hier beginnt das Abenteuer

Die beiden haben sich in der Kletterhalle in Seltmanns vor einigen Jahren kennengelernt und ihre gemeinsame Leidenschaft für das Bergsteigen, für Kletter- und Skitouren entdeckt. Fabian Stökler ist im Leutkircher Alpenverein Tourenleiter und war 2015 bereits mit Himalaya-Bergsteiger Frank Felder aus Reichenhofen in den Anden von Peru unterwegs. Fabian hatte 2015 in Huaraz eine junge Frau namens Adely kennengelernt und auch das war ein Grund, 2016 wieder nach Peru zurückzukehren.

 

Die ersten 5000er

Der erste gemeinsame Fünftausender führte die zwei Allgäuer ins Ishinka-Tal, wo das Zelt für zwei Nächte als Lager auf 4.300 m diente. Eine rassige und gefährliche Zwölf-Stunden-Tour brachte sie auf den Gipfel des Ishinka mit 5.530 Metern. „Der Zustieg auf den Gletscher war auch hier sehr schwierig und der Abstieg auf dem Normalweg fast  lebensgefährlich. Schwarzes Blankeis, jeder Schritt ein Wagnis, jeder für sich allein, ohne Seilsicherung, denn es würde beide mitreissen“, erzählt Ronny, noch immer tief beeindruckt vom Erlebten. Normalerweise sei der Berg als leicht einzustufen, die Ausaperung erschwerte die Tour ungemein. Aber so allein unterwegs zu sein, auf sich und sein Können gestellt, das Zelt in der wilden Bergwelt, über sich einen unglaublich schönen Sternenhimmel nachts, das alles bliebe unvergesslich.  Ronny, dem begeisterten Fotografen, gelangen einmalige Aufnahmen von Eisbergen mit Sternenhimmel in Langzeitbelichtung (Foto mit gelbem Zelt). Der zweite Gipfel war am nächsten Tag der Urus mit 5.485 m, etwas leichter mit Zustieg über einen Moränenrücken und einen kleinen Gletscher. Wieder wurden sie mit herrlicher Rundumsicht belohnt.

 

Die Peru-Hütte liegt auf 4.680 Meter – fast Mont Blanc Höhe

„Diese zwei Touren waren ein guter Start und motivierten uns für weitere Hochtouren, wie den Pisco, den Fabian bereits von 2015 her kannte, zumindest bis zur Hütte“, so Ronny weiter. Nach ein paar Tagen Pause, starteten die beiden zur Peru-Hütte auf 4.680 Meter, was etwa Mont-Blanc-Höhe entspricht. Um zwei Uhr nachts ging es los, viele Wolken, keine Sicht. Der Regen hörte auf, Sterne wurden sichtbar. Die beiden stiegen weiter, der Pisco lockte mit 5.752 Metern Höhe. Doch die Sicht wurde wieder schlecht, viel Nebel und keine Spur. Eis und Fels wechselten und nach vielen Stunden erreichten sie den Gipfel, wo die Sonne schien. „Wir waren überglücklich, es geschafft und so eine tolle Sicht zu haben. Uns ging es gut, wir hatten keine Anzeichen von Höhenkrankheit, kein Kopfweh, alles war prima.

 Der Berg der Berge in Peru und wohl für die Anden überhaupt ist der Alpamayo, der als schönster Berg der Welt bezeichnet wird, dank seiner gleichschenkligen Pyramidenform, ähnlich dem Matterhorn, nur ganz in weiß. Natürlich stand er auf dem Plan von Fabian und Ronny, vorausgesetzt, sie fühlen sich gut und die Verhältnisse passen. Das konnte nur vor Ort an diesem knapp-Sechstausender mit 5.947 m entschieden werden. 75 Zentimeter lang war der Einkaufszettel für sechs Tage Proviant und Ausrüstung für drei Personen und einem Esel. „Über eine Agentur bekamen wir Amador mit seinem Esel als Träger und Lastenträger zugewiesen, denn es geht etwa 50 Kilometer ein Tal rein, mit 35 bis 40 Kilo Gepäck pro Person. Das schafft man nicht allein.

 

Detaillierte Informationen und weitere Fotos unter "Wir in Leutkirch" und auf den Vorträgen von Fabian und Ronny im Herbst. Termine folgen!

(Text: Carmen Notz; Bildnachweis: Fabian Stöckler und Ronny Trautman)